Tschüss Heimat, Hallo Welt :)

Caro, Anna und Johnny ...unterwegs als Backpacker

 
06Mai
2015

Aloha Hawaii!

Zugegebenermaßen haben wir Hawaii zeittechnisch etwas knapp berechnet, 5 Tage sind definitiv zu kurz um Hawaii zu entdecken.
Außerdem kamen wir viel zu tiefenentspannt von den Fijis, als dass wir in der kurzen Zeit auf O'ahu unseren Chillermodus ablegten.
Bevor wir wirklich aktiv werden konnten, mussten wir auch schon wieder Abschied nehmen.

Auf dem Weg in die United States hatten wir aufregenderweise einen "secret passenger" mit uns im Flugzeug, der auch tatsächlich gleich nach der Landung mit Handschellen vom FBI abgeführt wurde.
Was wir uns wirklich fragen ist, wie der gute Mann es geschafft hat, unter all den amerikanischen Sicherheitsvorkehrungen, unbemerkt in den Flieger zu steigen.
Eher unschön war der Zeitpunkt unserer Ankunft auf der Insel nachts um 2.
Totmüde entschieden wir uns uns das Geld für die Nacht im Hostel zu sparen und hauten uns an Ort und Stelle neben den ganzen anderen Heimatlosen aufs Ohr.
Wir waren ernsthaft schockiert, mit wievielen Obdachlosen wir die Sitzgelegenheiten am Flughafen teilten.

Um 5 in der zu frühen Früh wurden wir dann schließlich vom Flughafenpersonal freundlich vertrieben. Es half ja nichts, also schleppten wir uns in ein typisches 24h Ami-Diner, wo wir dann genüsslich eine riesen Portion Nachos vertilgten.

5 käsige Stunden des Ausharrens später, konnten wir dann endlich unser Hostelzimmer beziehen und waren urlaubsstartklar.

Zusammenfassend lässt sich berichten, dass wir viel Zeit am Waikiki Beach verbrachten, durch Honolulu's Shoppingstraßen bummelten (und natürlich auch ein wenig Geld ausgaben) und mit netten Inselbekanntschaften feiern gingen (oh yes, wir haben das Gesetz ausgetrickst #rebelz #under21).

Zu unserer eigenen Verwunderung legten wir dann doch noch eine Tageswanderung zu einem versreckten Wasserfall ohne Wasser hin. Ihr könnt uns glauben, das Ganze war kein Zuckerschlecken und hatte einen sehr salzigen Beigeschmack. #SchweißAm Wasserfall fühlten wir uns wie Tarzan und Jane.


Und weil uns Honolulu von unten nicht genug war, und wir bekanntlich ja ziemlich hikeverrückt sind, stiegen wir todesmutig den "Diamond Head" hinauf.
Die gepflasterten Wege den Berg hinauf verlangten uns alles ab und dürfen auf keinen Fall unterschätzt werden.
Nachdem wir es auch noch schafften, die Stufen bis zur Spitze hinaufzulaufen und mit einem atemberaubenen Ausblick über das weite Land, den Ozean und die Stadt belohnt wurden, vergaßen wir all die krampfenen Muskeln und die herabperlenden Schweißbächlein, die sich ihren Weg die Wirbelsäule hinabbahnten.

Nach so vielen Monaten des Heruminselns von Australien nach Hawaii waren wir jetzt wieder bereit, festen Boden unter den Füßen zu spüren und das Festland zu betreten.

#strongladies #nofear

06Mai
2015

Fiji-Time

Unser Island-Hopping auf den Fijis sprengte den Finanzrahmen doch mehr als ursprünglich angenommen, doch bereits kurz nach der Landung waren wir uns sicher, dass es das Geld wert sein würde.

Schon im Airport war der Inselflair nicht zu übersehen, da alle Menschen total entspannt wirkten und man von allen Seiten mit einem fröhlichen "Bula" begrüßt wurde. 
Mit Blumen im Haar und Muschelkette um den Hals, schnappten wir uns gleich das next available Taxi, um zum Fähranleger zu kommen. 
 
Nachdem wir uns bei unserem super witzigen Taxifahrer als Traveller aus "Good Old Germany" vorgestellt hatten, freute er sich riesig darüber, dass die "Hitlerfamily" in Town war.
Der Ausdruck stieß bei uns auf kurze Verwirrung, doch da er es anscheinend super lustig fand, nahmen wir es so hin und wechselten das Thema zur "Fiji-Time".
Er erkläre uns, dass die Uhr auf den Fijis anders tickte und mit normaler Zeitregelung und Pünktlichkeit nichts zu tun hat. 
Jeder "Bula-Bürger" hat seine eigene Zeiteinteilung und lässt sich durch nichts und niemanden aus der Ruhe bringen. 
Selbst die Verspätung öffentlicher Verkehrsmittel wird durch die "Fiji-Time" gerechtfertigt. #welikealot
Bevor wir ausstiegen, gab er uns noch die Weisheit mit auf die Inseln, dass heute heute und morgen morgen ist. Und wir heute heute leben und morgen morgen
Was hinter uns liegt zählt nicht, was vor uns liegt, zählt noch nicht, was zählt, ist der Moment. #lifeisaparty
 
Dazu passend war unser erster Inselstopp die "Partyinsel" Beachcomber-Island.
Das große "Bula" wurde hier musikalisch zelebriert. 
Da das Inselchen innerhalb von 5-minütchen zu Fuß umrundet werden konnte, verbrachten wir den Tag mit höchstenspanntem Nichtstun am Strand. 
 
 
 
 
Unterbrochen wurden wir nur durch den jeweils nächsten Buffetgang.
Das Nichtstun und totale Entspannen fühlte sich gerade nach der rasenden Raserei in Neuseeland echt wie Urlaub vom Urlaub an.
Für die Größe der Insel war hier abends allerdings echt viel los, sodass wir mit lustigen Bekanntschaften fröhliche Abende verbrachten.
 
A couple of days later, next Insel am Start.
Von Partyinsel ging's zum Familienresort "Oarsmans Bay".
Ein Fruchtcocktail hier und da, der ein oder andere Tauchgang und natürlich wieder Faulenzen am Strand.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Ein Erlebnis der besonderen Art gab es dennoch: „Welcome to China!“
Mit einer Gruppe von auf der Insel unfreiwillig gestrandeten Chinesen feierten wir das traditionelle "Chinese New Year". Das Jahr der Ziege brach an, gānbēi!
Sich mit den Chinesen zu unterhalten und den Abend zu verbringen war total witzig und schön, da sie super aufgeregt waren mit Leuten aus aller Welt ihre Tradition zu feiern. 
 
 
So schnell war unser Kurzurlaub auf den Fijis auch schon wieder vorbei. Bula Bula!
 
06Mai
2015

Von Aussie zu Kiwi!

Neues Land, neues Auto, neues Upgrade.
Schneller, höher, weiter, besser, - wir nannten es ganz simpel: Das Haus.
Im Vergleich zu unserer alten Klapperkiste, kam uns unser neues Wohnmobil vor wie ein All-inclusive 5-Sterne hotel.
 
 
Der Start in unser neues Land viel also schonmal erfolgreich aus,- bis wir nach Auckland kamen. Das war dann eher enttäuschend. 
Ziemlich grau, ziemlich viel Baustelle, ziemlich unpersönlich. Hier bleibe mer net. 
Zum Glück ging es direkt ab auf die Insel Weiheke, um unseren zwei Weihekanern, Verri und Maren, freudestrahlend einen Besuch abzustatten.
Die Schönheit der Insel und die Freude über das Wiedersehen lösten eine wunderbare Gefühlsexplosion aus. Es war als hätten wir uns erst gestern das letzte Mal gesehen. 
In den zwei Tagen Aufenthalt zeigten uns Verri und Maren ihr Insel- und Arbeitsleben, führten uns zum Winetasting, Klippenspringen und Essen aus, und feierten mit uns Réunion auf einer Weinbergsparty mit Elektromusik. 
 
 
Hier ist es uns das erste Mal aufgefallen, wie unterschiedlich Work travel aussehen kann,- wir in Sydney pures Großstadtleben - unsere Weihekaner auf kleiner Insel inmitten  der Natur. 
Sydney ❤️ We still miss you.
Btw, wir haben auch Fischhaut gegessen. War geil.

 
Runter von der Insel, let's get the next Roadtrip started! 
Der erste Stop war der hohe Norden, Cape Reinga. 
Nach unendlich langer Fahrt durch weites, unbesiedeltes Land auf ewig leeren Straßen erreichten wir unser einziges Ziel im Norden, die Spitze Neuseelands. 
Hier kann man mit Bewunderung beobachten, wie sich der tasmanische und pazifische Ozean "gute Nacht" sagen. 
 
 
Kurz gesagt, sie prallen dort einfach aufeinander, was eine leichte Gegenströmung erzeugt. 
Nach einer Nacht ging es dann auch schon wieder den ganzen Weg zurück, an Auckland vorbei, weiter gegen den Süden. 
Wenn wir mal ehrlich sind, richtig unnötige Aktion, ingesamt 16 Stunden lang zu fahren, massenhaft teuren Sprit zu verbrauchen, nur um am Ende auf Wasser zu gucken. Fabelhaft. 
Mit kurzen Zwischenstopp im neuseeländischen Surfer's Paradise Raglan (kein Vergleich zu Australiens Surfer's Paradise), war unser vorerst nächstes Ziel die Waitomo Caves. 
Von spontaner Gönnerlaune gepackt, luden wir uns selbst zur Feier des Tages auf eine Blackwaterrafting Tour ein. 
 
In unseren Wetsuits liefen, schwammen, rutschten und sprangen wir 65m tief unter der Erde, mit Stirnlampe und Schwimmring bewaffnet, durch ein tiefschwarzes Höhlensystem (es war generell nicht warm in Neuseeland, aber dieses Wasser hatte es definitiv in sich, wir sagen nur eins: Gefrierfach). 
Das Highlight der Tour waren die Glühwürmchen überall in der Höhle, die uns den Weg leuchteten. 
 
Weiter ging die spannende Fahrt nach Rotorua, der Schwefelstadt. 
Dem Namen macht sie alle Ehre, da der Schwefelgeruch wirklich überall in der Luft liegt, Kopfschmerzen nicht ausbleiben und verteilt blubbernde Löcher im Boden zu finden sind, aus dem Schwefeldioxid empor steigt. *puff puff blubber blubber*
 
 
 
Lange haben wir's dort aber nicht ausgehalten, deshalb cruisten wir weiter nach Wellington, die Hauptstadt Neuseelands. 
Da das Wetter uns im Stich ließ, schrieben wir hier zum Beispiel den Blog von vor damals 2 Monaten. Haha. Wieder pünktlich wie die Morgenpost. 
Unser zweites Zuhause nach unserem Fahrtgefährt in Kiwicountry war übrigens die Healthy-Food-Chain Burger King. 
3 saubere Toiletten, gut funktionierendes Wifi und super Sparcoupons waren alles was das Traveller-Herz begeht. 
Jeder Aufenthalt war ein Geschenk.  
Dat war dann auch schon die Nordinsel. Was ham 'mer Spass gehabt!
Auch wenn die Nordinsel schon landschaftlich super schön war, haute uns die Südinsel direkt um. Bumm, da lage mer.
 
Das Verrückte erste Ereignis hier, war Annas  20. Geburtstag, den wir sehr mature gefeiert haben.
In ausgelassener Partylaune schliefen wir, nachdem jedem ein halbes Glas Rotwein zu viel wurde, noch vor 12 in unserem Camper auf einem Supermarktparkplatz komatös ein. 
Happy Birthday. 
Alles aber halb so wild, denn wir hatten am nächsten Tag Großes vor: Whitewaterrafting! 

 
Unser Roadtrip entlang der Westcoast war einfach nur mindblowing and breathtaking, so awesome. #nativespeakers
Im Folgenden können Sie sich über ein paar Bilder erfreuen.
 
 Pancake Rocks
 
 
 
 
ganz üblicher Highway
 
nass, nasser, Wir!
 
Spiegelsee "Lake Matheson"
 
Am Fuß des "Franz Josef Glacier"
 
Hiking um den "Godley Head"
 
 
schöner Berg
 
 
 
 
 
was ein Fahrgefühl!
 
 
Den besten Burger der Südhalbkugel gab's dann im kleinen, süßen Städtchen Queenstown.
 
 
 
 
 
Die nächste Stadt, in der wir Halt machten, war Christchurch.
Süß war's hier nicht, sondern eher traurig. 
Die Auswirkungen des Erdbebens von 2011 sind noch total gegenwärtig; die ganze Stadt ist Baustelle. 
 
 
Die Mall wurde durch Geschäfte in Baucontainern ersetzt und Restaurants sind so gut wie keine vorhanden; genauer gesagt wirkte alles ein wenig ausgestorben.
 
 
Das Ganze wett gemacht, hat dann allerdings das große Wiedersehen mit Caro und Susi, unsere Mates aus Down Under. 
 
 
Einen Tag bevor wir wieder wie die Gestörten innerhalb von 24 Stunden nach Auckland zurückrasen mussten, war unser letzter Halt auf der Südinsel der Walort Kaikoura.
Von Wanderlust gepackt, machten wir einen 3 Stunden langen Spaziergang, entlang der Hauptstraße, mit Blick auf das weite Meer.
 
 
 
Der nächste Tag brach an, und somit hieß es: Challenge accepted! 
Wir drei Partyraser nahmen die unglaubliche Herausforderung des Rennens gegen die Zeit an, und schossen über das weite Hügelland und kurvige Serpentinen zurück in Richtung Nordinsel.
Doch der Übermut stand uns recht schlecht, die Blaulichtsirene im Rückspiegel war definitiv ein Zeichen des Bösen und ließ uns ängstlich zusammenzucken. Aus purem Schock machte Caro Halt an Ort und Stelle: der Straßenrand des Highways. 
 
 
Die leicht angesäuerte Polizistin bat uns dann recht energisch weiter in die nächste Haltebucht zu fahren. 
Total ahnungslos, was wir denn falsch gemacht haben könnten, wurden wir mit dem Vergehen des Zuschnellfahrens konfrontiert.
Ob Caro nun auch noch unter Alkoholeinfluss zu schnell gefahren war, sollte mit dem allgemein bekannten Pustetest herausgefunden werden, indem sie auf Englisch von 1 bis 10 zählen sollte.
Zahlen zählen, und das auch noch auf einer anderen Sprache, war für die total verwirrte und überforderte Caro allerdings zu viel. Total nervös gab sie alles und blies so fest sie konnte in das Plastikröhrchen.
Nachdem die Polizistin sich erbarmte ihr zählen zu helfen, und klar war, dass sie clean war, gab es als Belohnung einen Strafzettel nach neuseeländischer Art: 12km/h zu schnell = schlappe 175$. 
Da freut man sich doch. 
 
 
Um diesen Geldverlust wieder wett zu machen, bestand unsere nächste Mission darin, Johnny als blinden Passagier mit auf die Fähre zur Nordinsel zu schmuggeln.
Alles ging glatt; der Triumph war groß. Wir fühlten uns prächtig und total ausgefuchst.
 
Wieder zurück auf der Nordinsel gab es nur eine Sache, die unsere Gedanken lenkte: DUSCHEN! 
Es mag vielleicht etwas unappetitlich klingeln, doch wir waren seit 6 Tagen aufgrund mangelnder öffentlicher Sanitäreinrichtungen der Dusche ferngeblieben. Und jetzt war es dann doch wirklich allerhöchste Eisenbahn. 
 
Der Startschuss für die Duschjagd war gefallen, und alle Sensoren waren aktiviert und ausgerichtet.
Wir konnten das prasselnde Wasser fast schon hören, den Shampooduft riechen, und den Schaum auf Körper und Haar spüren.
Wir hatten keinen sehnlicheren Wunsch, der Wille und der Gestank trieben uns voran. 
Wir dachten, die Lösung sei ganz einfach und offensichtlich. 
Beim nächsten Campingplatz hielten wir an und fragten an der Rezeption ganz freundlich nach, ob wir für ein paar Mäuse die Duschanlagen nutzen könnten.
Knallhart würden wir missbilligend abgewiesen. 
 
Der nächste Campingplatz war klein, leer und die Sanitäranlagen abseits des Empfangsbüros. 
Auf noch eine Zurückweisung hatten wir keine Lust, und stiefelten deshalb schnurstracks und zielstrebig zu den Duschräumen und schlossen ab. 
Wir dachten uns, wir machen lieber schnell, und waren somit in Sekundenschnelle splitterfasernackt und gerade dabei unter die Dusche zu hüpfen, als eine große männliche Gestalt lautstark an die Tür hämmerte. 
Oh mein Gott. Das war ein sehr, sehr unangenehmer Moment. 
Hektisch irgendwie irgendwelche Klamotten übergeworfen, öffnenden wir die Tür und wurden vom Campingplatzbesitzer zur Rede gestellt. 
Peinlich berührt machten wir uns so schnell wie möglich auf und davon. 
Von der Peinlichkeit mal abgesehen, war unser Problem leider immer noch nicht gelöst. Verdammt nochmal, wir brauchen Duschen! 
Um solch ein Fauxpas beim nächsten Mal zu verhindern, googleten wir nach öffentlichen Duschen entlang unserer Fahrtstrecke. 
Doch warum soll's uns auch gegönnt sein, 10 Minuten vor unserer Ankunft waren die Duschen geschlossen worden. 
Jetzt waren wir endgültig todesdeprimiert und endunglücklich. 
Das Unwohlsein in unserer eigenen Haut katapultierte uns in neue Dimensionen der Verzweiflung. 
Der nächste Campingplatz war unser, komme was wolle.
Wie schön, dachten wir uns, der nächste Caravanpark war groß und gut gefüllt. 
Hier würden wir schon nicht auffallen.
Unser Haus wurde ganz dreist vor dem Haupteingang abgestellt, und wir marschierten mit Duschtütetn bepackt entschlossen auf die Sanitärräume zu. 
Da wir uns total sicher waren, nicht aufgefallen zu sein, genossen wir eine ausgiebig lange Dusche. 
Als wir dann jedoch beseelt aus der Dusche tapsten und sehr zufrieden waren, dass die Mission endlich geglückt war, überraschten uns Campingpersonal mit einem ganzen Backup an Kamerateam. Wir waren umzingelt! 
Diesmal war der Boss des Campingplatzes eine Frau, die uns verabscheuend anschaute, als seien wir die größten Verbrechter auf Erden. 
Der Chefin zur Rezeption folgend, ließ das Kamerateam nicht von uns ab, alle Linsen waren stets auf uns gerichtet. 
Mittlerweile hatten wir auch das Interesse einiger Campingplatzgäste erweckt, die sich neugierig um das Geschehen versammelten. 
Vor unseren ganzen Paparazzi und Fans wurden wir dann einem Verhör unterzogen, mit der Schlussfolgerung, dass wir insgesamt 60$ blechen mussten und nach Aussage der Besitzerin nun auf der Liste der "International Shower Stealer" stünden. 
Sie versuchte uns ernsthaft zu verklickern, dass jeder Campingplatz in Neuseeland nun unsere Gesichter erkennen würde, und uns somit jede Dusche des Landes in Zukunft verwehrt sei.  
Hinausbegleitet bis an den Eingang wurden wir natürlich von unserem Kamerateam. 
Nach diesem ganzen Duschspektakel mussten wir doch schließlich sehr herzlich lachen. 
Vielleicht war die ganze Duschgeschichte auch schlechtes Karma, aufgrund der Fährschmuggelei,- ist auch egal, denn wir waren endlich wieder sauber. 
 
Herrlich duftend eilten wir unter Zeitknappheit weiter nach Auckland. 
Wir eilten der Polizei wohl leider etwas zu schnell, denn schon bald durften wir uns über den nächsten Strafzettel freuen (diesmal nur ein Spottbetrag von 100$).
 
Nach der unerwartet teuren Rückreise nach Auckland, freuten wir uns schon auf das Gratis-Essen im Flieger zu den Fijis.
 
15April
2015

Inspirational Moment: Irish Pub

And there we are: on top of the world! Not, but in Cairns.

Hier ist es fast genauso schön und mindestens doppelt so heiß. Deswegen mussten wir uns gleich bei Ankunft erstmal die Kleider vom Leib reißen und ins lauwarme Lagunenwasser an der Küstenpromenade hüpfen.
Wir kühlten zwar nicht ab, aber wenigstens wurden wir nass und spürten den klebrigen Schweiß nicht mehr auf unserer Haut. 
Zu wissen, dass sich Schweißpartikel aller Menschen, Urin und diverse Hautschüppchen im trüben Chlorwasser vermischten, war sehr frohlockend.
Was ein Glück fanden wir gleich neben diesem kostenlosen Schwimmspaßbereich (dazugehörende kostenlose Sanitäranlagen, zum Loswerden aller Partikel aus der Lagune) einen großen gebührenpflichtigen Parkplatz für unseren Jacky.
Das perfekte Lager für die Nacht war auserkoren.

"Ai Grüß Gott", vernahmen wir auf einmal von der Nachbarsparklücke.
Und da kamen sie auch schon um die Ecke gelaufen, zwei fesche junge Herren, in braunen Originallederhosen. In der einen Hand das Weißbier, in der anderen die Bretzen.
Kleiner Scherz am Rande wiedermal, eigentlich hatten sie nur Tickets für den sogenannten "Pub Crawl" in der Hand.
Da wir uns direkt super mit den zwei Bayern verstanden, verabredeten wir uns auf ein abendliches Kängurugrillen und anschließender Partynight, pubcrawlend durch Cairns.

Freut euch, der Start in den Abend war schonmal erfolgreich, denn das Känguru sagte uns allen sehr zu (es war gesnackt; diese kriminellen Bayern).

Der nächste Abschnitt unseres Abends folgte zugleich, 5 Clubs, 5 Freigetränke und rischtisch Bock!

Gleich die erste Location sollte ein einschneidenes Erlebnis in unserem jetzt schon so genialem und glückserfüllendem Leben werden.
Die Bierdeckel des Irish Pubs "P.J. O'Briens" hatten es auf sich gedruckt.
Unsere Tattooidee war geboren.

Der weitere Verlauf des Abends wurde mit jedem Club heiterer.
Zahlreiche Getränke und einen Sumoringkampf später, kamen wir schließlich im letzten Club an, wo sich Caro letztendlich für längere Zeit in die schützenden Räumlichkeiten der Sanitäranlagen zurückzog und dort versackte. Beim Kacken eingeschlafen. Spaß, daran war gar nicht zu denken,- sie ging ab wie Schmidt's Kotze.
Da Johnny schon seit geraumer Zeit mit einem der Ledehosen von der Bildfläche verschwunden war, um die Bratwurst ins Sauerkraut zu stecken, war es an Anna, Caro aus ihrer misslichen Situation zu befreien.
Das Trio, aus anderer Lederhose, einem super netten Security-Mann und Anna schafften es Caro geduldig wieder aufzupeppeln und sicher zu unserem Nachtlager zurückzubringen.
Hier fanden wir dann auch die zwei Turteltäubchen Johnny und Lederhose Nr. 2 vor. Ernüchternd mussten wir feststellen, dass Sauerkraut und Bratwurt sich heute nicht getroffen hatten, außer zärteln, schnäbeln und kraulen lief da nämlich nichts.
Ein weiteres Highlight des Abends war unser Strafzettel, der an unserer Windschutzscheibe steckte.  "PLEASE, DO NOT PAY", stand fett gedruckt drauf. Dieser Aufforderung kommt man doch gerne nach; an dieser Stelle ein Hoch auf die Parkplatzregelung in Cairns.

 

Das Blöde war nur, dass am nächsten Morgen äußerst frühes Aufstehen auf der Tagesordnung stand, denn wir hatten einen Tauchausflug zum Great Barrier Reef gebucht.
Viel zu spät aufgewacht, und alle mit noch flauem Gefühl im Magen, schafften wir es noch rechtzeitig auf das Tauchboot, mit dem wir dann fröhlich losschaukelten.
Wir lassen es mal unkommentiert stehen,- ob es an Seekrankheit lag oder doch am Hangover, jedenfalls war Schmidt's Kotze den ganzen Tag über mit an Board. 

Eins aber muss man Caro echt lassen, 0-2 Minuten nachdem sie Gebrauch von der nächsten Kotztüte gemacht hatte, sprang sie zielstrebig und verbissen ins Wasser, um den nächsten Tauchgang hinzulegen.
Die Zeit über Wasser lag sie rücklings am Schiffsdeck, und ergötzte sich an der intensiven Sonne Australiens. Ihr war das Ozonloch komplett egal. Und Sonnencreme auch.

Ansonsten war der Ausflug ne super Sache. Die Tauchgänge waren echt cool und die Crew an Board wusste die Leute bei Laune zu halten.



Als wir am Ende des Tages von Board gingen, war eine erkennbare Röte in Caro's Gesicht nicht zu verleugnen und wir hatten uns, stolz wie Oskar, einen kostenlosen Schlafplatz bei einem der Crewmitglieder unsere letzte Nacht in Cairns ergattert.

Auf unseren heimischen öffentlichen Parkplatz konnten wir nämlich nicht wieder zurück, da wir unseren Jeep Jacky leichtenherzens kurz vor Abreise glücklicherweise noch losgeworden sind.
Glücklicherweise ist absolut das richtige Wort, denn unser altes Klappermobil noch zu verkaufen, war eine echte Herausforderung.
Der erste Interessent (ein Nachbar aus der Südpfalz) meinte es nämlich gleich ganz schön ernst und verlangte ein, von einem KFZ-Mechaniker ausgestelltes Formular, welches die Mängel und Reparaturkosten des Fahrzeugs aufzeigte. 
Wie ihr wisst, hatte unser Auto die ein oder andere Schwachstelle und war von den Jahren gezeichnet. So schätzten wir die Kosten auf rund 1000 AUD.
Als wir das Formular dann in der Hand hatten, war der Interessent dann auch abgehakt, denn die totalen Kosten verliefen sich auf 5000 AUD.
Nach den Worten des Automechanikers würde uns selbst ein Schrotthändler nicht einen Cent mehr für Fahrzeugteile geben.
Ein weiterer sehr tiefer Tiefpunkt war erreicht. Pure Frustration machte sich breit. Verzweifelt überlegten wir, wohin mit dieser scheiß Karre.
Doch getrickst schafften wir drei es in letzter Sekunde, unseren Jacky für doch noch 700 Mäuse zu verschärbeln.

Nachdem das nun auch endgültig geklärt war, waren wir bereit, Australien hinter uns zu lassen.

Naja, ganz bereit sein wäre gelogen, denn wir wären so gerne noch viel länger dort geblieben.
Doch was sein muss, muss sein. Der Flug nach Neuseeland würde leider nicht auf uns warten.

Sehr wehmütig aber auch mit Vorfreude auf ein neues Land stiegen wir am nächsten Tag in den Flieger.

Die strenge Anfangsröte in Caro's Gesicht hatte sich übrigens zum Sonnenbrand des Jahrhunderts entwickelt.
Der Heilungsprozess würde das komplette Programm beinhalten: von Brennen, über Blasenbildung, bis hin zur Häutung.


Bye bye Australia,- off  to New Zealand!

 

P.S. #schlimmsterAbschied #wirkommenwieder #Liebe

P.P.S. Während unserer Woche in Cairns haben wir auch einen Koala- und Kängurupark besucht.

13April
2015

Schlangen zucken viel!

Hitze. Schweiß. Schweißdrüsenüberfunktion. Wind so warm wie ein Föhn. #ventilatorwäreintraum #istaberleiderkaputt

Nein, wir sind nicht in der Wüste, sondern befinden uns im schattigen Küstentouristenörtchen Airlie Beach.
Und wie ihr vielleicht heraushören konntet, die Sonne knallte nur ein klein wenig.
Also auch kein Problem, dass wir jeden Morgen bei circa 55 feuchten Grad schweißgebadet, aneinandergepresst wie 3 Wiener Würstchen im Kofferraum unseres Jeeps aufwachen mussten.
An Drehen und Wenden im Schlaf war nicht zu denken, sodass bei Caro nächtliche Spaziergänge zur Routine wurden.
An dieser Stelle ist es vielleicht auch ganz witzig zu erwähnen, an welchen Orten unser Jacky immer die Rast für die Nacht fand.
Sehr beliebt waren McDonald's Parkplätze, Botanische Gärten, schlichte Supermarktparkplätze, unauffällige und dunkle Straßenecken in Wohngebieten, auf der ein oder anderen Sanddüne oder auch einfach mal auf Rest Areas der Highways.
Eigentlich konnte uns auch jeder Schaulustige beim Schlafen beobachten, da die Türen aus Hitzegründen stets offen bleiben mussten.

Zurück zum Geschehen, Airlie Beach.
Da uns das Geld ja ständig aus den Ohren raushängt (dies ist ein absoluter Witz, Spenden sind immernoch willkommen), haben wir uns spontan für eine 3-tägige Segeltour durch die Whitsunday Islands entschieden,- including Great Barrier Reef!

Bei der Begrüßung an Board wurde erstmal klar gestellt, dass das Duschen ein wertvolles Luxusgut ist und jeder Bootsansässige nur über 1 Minute Duschzeit pro Tag verfügt.
Wir Schlaufüchse sparten unsere Duschminuten bis zum Ende auf, sodass wir dann am letzten Tag ein herrliches 3-minütiges Duscherlebnis genißen durften. Hach, was ein Lebensgefühl!


Mit unserer netten buntgemischten Crew an Board wurde unser Segeltörn durch wunderschöne Strände, türkisblaues Wasser, Sonnenbaden auf dem Deck, Taucherlebnissen, Delfinen neben dem Boot, planschen vom und um das Boot, atemberaubenden Sternenhimmeln und natürlich nicht zu vergessen, gutem Essen, zu einem ganz besonderen Erlebnis.

     

 

 

11April
2015

Euphorie – Wir kaufen unser erstes Auto!

 
   

Ja genau so sieht's aus, 3 Mädels, die wirklich keinen blassen Schimmer von Autos haben (noch nicht mal Grundkenntnisse vorhanden), finden auf Australiens Internetseite für Alles (''Gumtree'') einen 25 Jahre alten Jeep.
Dass Handbremse fehlte, die Motorhaube von einem Känguruunfall eingedellt und die Windschutzscheibe steinschlaggeschädigt war, juckte uns eher wenig bis gar nicht. 
Was die Sicherheitsstandards wie messbare Reifenprofiltiefe, vorhandender Ersatzreifen, funktionierende Scheinwerfer und Blinker betrifft, lohnt es sich gar nicht erst von anzufangen.
Immerhin waren 4 Reifen vorhanden und der Motor sprang an,- das Auto hatte also unseren proffessionellen Test gemeistert und war somit für 2000 AUD unser ganzer Stolz.
Musik laut, Fenster auf, ab jetzt heißt es für unseren „Jacky“: Kilometer schrubben.
Konkurrierendes Fahrtgefährt war der alte klapprige Van von unseren Partypeople Boys, der unserem Race-Tiger Jacky tempotechnisch natürlich aber überhauprt nichts abkonnte.
Gleich in der ersten Nacht mussten wir ernüchternd feststellen, dass das ach so einfache „Free Campen“ in Australia gar nicht so 'easy' ist, als wir von einem Ranger unerwartet und ganz plötzlich auf einem Lama-Privatgrundstück bei Nacht und Nebel aufgegriffen wurden.Die nächste Hürde bestand aus tausend uns heimsuchenden Blutegeln im Dorrigo Nationalpark.
So wie die Affen sich freundlich entlausen, so haben wir uns gegenseitig friedlich entblutegelt.
 Von friedlich auf fröhlich wuchs die allgemeine Stimmung unserer kecken Partycrew im Alternativmekka Australiens; Byron Bay.
Buntes Gewusel überall, coole Läden, High-Life, Surferhotties und kochend heißer Sand am Strand. 
Wir plantschten jauchzend in den meterhohen Wellen, - ein Ort voller Magie.
     

Danach fuhren wir Raser weiter zur Fraser. 

Die Jungs mussten aus unserem Team leider ausscheiden 
und dieser abenteurlichen Sandinsel fern bleiben.

Der 4-Rad-Antrieb fehlte Ihnen,
damit konnte nur unser Powemonster Jacky dienen.

Steile Sandpisten auf und ab, jetzt gings erst richtig los,
das Spaßgefühl war riesig groß.

Nachts unter weitem Sternenhimmel campen wir,
in der rechten Hand ein Bier, 
- oh Schreck, da kommt ein Dingo-Tier!

Doch wir genossen das Chillen am Strand viel zu sehr,
so lauschten wir einfach nur weiter dem rauschenden Meer.

 

 

Nach 2 Tagen Fraser Island ging es bereits zurück in unsere Lieblingsstadt Brisbane, in der es wieder drunter und drüber ging.
Schon bei der Ankunft freuten wir uns wieder auf den Abschied. 

Mit eigentlich  nur einem Ziel, nämlich Philip pünktlich an den Flughafen zu bringen, stand uns eigentlich ein stressfreier Aufenthalt in Brissie bevor.
Doch wie man uns kennt, stürzten wir uns geradewegs unfreiwillig in das nächste Chaos.

Da Philips Flug morgens um 5 ging, beschlossen wir, die Nacht einfach durchzufeiern, um alle noch einen schönen gemeinsamen letzten Abend zu haben. 
Da Brisbane nicht gerade die Partyhochburg Nummer 1 ist, war alles was uns blieb ein Irish Pub, gefüllt mit Mid-40ern. 

Fröhlich und gut gelaunt, machten wir uns dann pünktlich um circa 2 Uhr auf den Weg zurück zu unserem Auto.
Doch als wir ankamen, der erste Schock: wir hatten die Frontlichter angelassen, und das Auto somit batterieentleert. Schnell zum Flughafen fahren war jetzt nicht mehr drin. Schade.
Alle in leichte Panik verfallen, versuchten wir trotzdem einen kühlen Kopf zu bewahren, um schnell eine Lösung zu finden. 

Die sah dann so aus: Caro blieb bei unserem Auto, um das Batterieproblem zu regeln, während Johnny, Anna, Jana und Philip sich auf Taxisuche begaben, um den Jungs in ihrem Hostel einen Besuch abzustatten, da sie ja stolze Besitzer eines anderen Autos waren. Man bedenke, es war nachts in Brisbane, welches circa eine tote Stadt ist, und daher eine echte Herausforderung, noch Menschen bzw. Taxifahrer abzufangen. 
Und die Uhr tickte.
Einige Nervenkitzelmomente später, kamen wir endlich am Hostel an, die Stimmung war mittlerweile mehr als angespannt. Doch der zweite Schock folgte zugleich: Da war das Hostel, - aber wo unsere Jungs?  
Sie schienen einfach spurlos verschwunden, keiner wollte sie gesehen haben oder gar von ihrer Existenz wissen, Anrufe und Nachrichten blieben komplett erfolglos und unbeantwortet. Also schwärmten wir Vier aus, und klopften vergeblich so ziemlich jeden Hostelbewohner wach. 
Unser angespannter Gemütszustand ging in Verzweiflung über. 
Fast aufgegeben erzielten wir dann doch noch einen Glückstreffer,-  da stand er auf einmal vor uns in der Türe: der verschlafene Hostelbesitzer. 
Nur mit einer Tennissocke und Adiletten bekleidet, führte er uns in seinen Maschinenraum und zeigte uns seine geheime Waffe: die hauseigene Suchmaschine, 
www.wiefindeichverschwundeneleute.de 
Nein Spaß, er schaute einfach in seinem Rechner nach, in welchem Zimmer sich die Jungs befanden. 
Erleichtert machten wir uns auf zu deren Raum, doch was wir vorfanden, vereinfachte die Situation nicht wirklich.
Da plumpste dem Besitzer doch glatt die Tennissocke auf den Boden, auf welchem  drei schlafende Prinzessinnen lagen, die wohl ein Feierabendbierchen zu viel getrunken hatten. Wir meinen, ein zartes Schnarchen war auch zu vernehmen. 
Mittlerweile echt angesäuert (pH-Wert 2,5) schüttelten wir Lucca wach, und verlangten recht unfreundlich nach dem Autoschlüssel, den er uns in seinem Trance-Zustand sofort widerstandslos aushändigte.
Da uns die Zeit nun mehr als davon rannte, gaben wir auf dem Highway zum Flughafen alles. 
Zur Gewichtserleichterung und um das Sitzen im Fahrzeug zu ermöglichen, schmissen wir überflüssige Geschirrsammlungen getrost aus dem Fenster. Heiter ging die Fahrt weiter. 
Unterdessen erreichte uns ein Anruf der Jungs, jetzt waren sie es, die sauer waren: "Wo verdammt nochmal wir und das Auto wären." Sie waren wohl aus ihrem Trance-Zustand erwacht.
Man mag es nicht für möglich halten, doch wir kamen noch rechtzeitig am Flughafen an und Philips Heimflug stand nun nichts mehr im Wege. 

Während es für Philip wieder zurück ins kalte Deutschland ging, ging es für uns weiter in Richtung schwülen, heißen Norden Australiens.

 

08März
2015

Andere bekommen Schweinegrippe, - wir das Reisefieber!

Liebe Leserschaft,

wir danken Ihnen vielmals für Ihre Geduld, was das Abwarten unserer begehrten neuen Informationssachtexte betrifft und wollen hiermit eine neue Ausgabe publizieren.

Herzlich Willkommen.

Der Tatsache zu Folge, dass Euer aller Äuglein mit Sicherheit müde vom vielen Lesen sind, lehnen Sie sich zurück und genießen Sie die heutige Ausgabe in vollen Zügen.

Wir wollen heute gemeinsam Bilder sprechen lassen, Bilder die das Wort ersetzen, da geschriebene Sprache an dieser Stelle nur ein blasses Gleichnis des Bildes wäre.

Nun möchten wir Sie einladen, uns auf unsere Reise nach Melbourne entlang der Great Ocean Road und bis hin zum Grampians Nationalpark zu begleiten.

Enjoy the trip of your lifetime!

#gettingjealousisokay #staysafe #stayalive #wirsinddiecoolstenwennwircruisen

 

     Eureka Tower Melbourne

 


Spaß am Leben in windy Melbourne



Unser Family-Car Harrald mit exklusivem Rooftop Sleepingtent


12 Apostles - Great Ocean Road, - unglaublicher Anblick in Realität

Great Ocean Road geht ab,- Lebensgefühl am Start


stürmisch und küstig, immernoch Great Ocean Road, immernoch geil


und hier gleich nochmal, weils so schön war


Grampians Nationalpark, Wir on top of the World    #ganzschönfelsig #ganzschönhoch

steinige Steine,  und davon ganz schön viele

Das weite Land, was ein Anblick    #dieFreiheitundwir


Da wird im Himmel aber fleißig Plätzchen gebacken. Bei uns gabs leider nur ungekochten Reis


Unsere Freunde wieder zahlreich versammelt.

 

 

 #biszumnächstenMal

 

11Februar
2015

Krokodile schlafen nicht.

02Sept
2014

Wiederauferstehung

Guten Abend unsere Damen und Herren,

Viel Zeit ist vergangen, viel ist passiert, die Jahreszeiten schreiten voran, die Tage rauschen an uns vorbei. Erfahrungen haben uns reifer gemacht und ließen uns an uns selbst wachsen. Entscheidungen wurden gefällt, die unser jetziges Leben bestimmen, ausmachen, und dem Ganzen einen Sinn geben. Wer sind wir? Was wollen wir vom Leben? Was ist die Welt?

Wie euch sicherlich auffällt, sind wir nicht mehr die, die wir einmal waren. Unsere neue Persönlichkeit anzunehmen, kennenzulernen uns zu akzeptieren brauchte Zeit. Die haben wir uns genommen.

Doch jetzt, wieder klaren Verstandes, sind wir bereit euch von unseren letzten 2 Monaten in Australien zu erzählen.

Angefangen hat alles in Brisbane.

Dienstag, den 26. August, Brisbane, New Farm (written by Miranda):
Heute haben wir mit unsern Brisbane City Bikes nach New Farm gefahrt. Da, haben wir einen interview gehabt mit einen frau aus der Os Enterprises uber ein fundraising job. Dann haben wir mit das City Boat (so einen kleinen schiff) in der stadt mitte gefahrt. Als wir in den stadt war, hat die fraue aus Os Enterprises angerufen und hat gesagt das wir alle einen job gekriegt hatte. WOOOOOHOOO!!!! So, haben wir ganz schnell und ganz euphorische gepakt fur unsern ersten tag. Man haben wir schon so viele geschaft, mit so einen richtige gute job gekriegt. Alles war perfekt! Wir werden ganz viele geld verdinen, und unserer hotelzimmer und essen war kostenlos.

Ganz tollen Job gekriegt? Denkste.

Eigentlich hätten alle Alarmglocken schon läuten müssen, als wir in unser neues Reisemobil eingestiegen sind: Ein altes, zerkratztes und zerdelltes, nach Alkohol stinkendes Auto. Der Gestank kam nicht von Ungefähr, denn wir mussten unsere Plätze mit leeren Bierflaschen und Megges Kartons teilen. Zudem wurde er noch verstärkt von unseren neuen Teamleadern, die dann doch beträchtlich nach Spirituosen stanken.

Dann ging die 5-stündige Fahrt nach Nirgendwo mit unseren neuen, uns noch völlig unbekannten "Freunden" los.

Kleinerer erster Schock bei der Ankunft in Grafton, aus bezahltem Hostel oder Hotel wurde ein Schlafcontainer auf einem Caravanpark. Und besser noch, den durften wir uns noch mit unserem circa 60 Jahre alten Teamleader und Assistent teilen.

Unsere tägliche Aufgabe bestand nun daraus, arme und unschuldige Leute aus ihren Häusern zu klopfen und sie so lange zuzuschwallen und ihnen ins Gewissen zu reden, bis sie ihr Geld rausrückten. Natürlich nur zu einem guten Zweck; um Leuten zu helfen. Schließlich waren wir tätig für eine Charity, - also alles ganz sozial und menschlich. "We're doing a good thing. It's not a big deal. Just be happy, smile and talk to people."

Am Anfang des Tages haben wir wirklich noch probiert zu smilen und uns gegenseitig zu motivieren, aber spätestens nach 1 Stunde kam das große Melt-Down und es ging gar nichts mehr. Frustriert von Allem, saßen wir dann einfach nur noch irgendwo in einer Straße oder einem Hauseingang unsere Zeit ab.Das einzige was uns aufgemmuntern konnte, waren die Kängurus, die hier ganz alltäglich durch die Straßen hüfen.

4 Tage voll zweifelhafter Erlebnisse und 20 Liter Goon später gab es nur noch ein Ziel: Die Flucht!


Kurzum überraschten wir unsere uns sehr ans Herz gewachsenen Teamleader am nächsten Morgen mit fertig gepackten Backpacks und Taxi vor unserem Wohncontainer.
Dafür nahmen wir auch unsere 10-stündige Zugfahrt nach Sydney sehr gerne in Kauf.

Unser Retter in der Not, Miranda, holte uns vom Bahnhof ab und gewährte uns Unterschlupf für die ersten paar Tage.

Danke. Tschüss.

24August
2014

Back again!

Gude wie,

das lange Stillschweigen tut uns aufrichtig leid, wo wir doch wissen, wie sehensüchtig ihr jeden Tag auf einen neuen Bericht von uns gewartet habt.

Doch versucht auch uns zu verstehen, wir brauchen auch mal eine Auszeit von dem ganzen Stress und mussten unsere Mägen nach den ganzen Kekse erstmal wieder zur Ruhe kommen lassen.

Aber heute endlich die freudige Nachricht: Wir bloggen wieder!

Reisen wir zurück in die Vergangenheit, reaktivieren wir unsere schon längst erloschenen Gedankeströme, und rekapitulieren wir lägst vergessene Ereignisse.
Wir schreiben das Jahr 2014, genauer gesagt den 7. August und finden uns wieder auf einer euch schon namentlich bekannten kleinen schönen Insel; Koh Phangan.



Da Caro nach einigen Tagen die Kekse psychisch zu sehr auf den Magen schlugen, entschied sie sich einen Entzug vorzunehmen, namens „Open Water Diver“-Tauchkurs.
Nach 3 Tagen Fulltime Tagesprogramm und ständiger Underwater Challenge, tauchte sie glücklich und zufrieden und frei vom Keksdenken mit ihrem Zertifikat wieder auf.
Während die Eine geheilt war, war die Sucht für Johnny und Anna einfach zu stark.
Sie verbrachten 3 Tage (natürlich Kekse essend) an der Oberfläche chillend und akzeptierten ihr Schicksal.

Da Koh Phangan nicht nur bekannt ist für seine schönen Strände, sondern auch für die legendäre „Full-Moon-Party“, die einmal im Monat stattfindet, war diese in unserem Programm fest eingeplant und ein absolutes Muss. Dumm gelaufen für Anna.
Denn als endlich DER Tag der Tage gekommen war, lag Anna unter sehr unglücklichen Umständen, die wir jetzt nicht näher ausführen wollen, krank im Bett. Alle Anzeichen deuteten auf eine Grippe hin.
Obwohl der Wille wirklich, wirklich da war, musste sie sich kurz vor Partystart dann doch endgültig geschlagen geben und Johnny und Caro alleine losziehen lassen.
Ein sehr trauriger Ausgang für Anna, - ein farbenfroher und feuchtfröhlicher Abend für Caro und Johnny.
Mit Neonfarben bemalt, feierten sie mit 10.000 anderen Partywütigen bis nach Sonnenaufgang am Haad Rin Beach. Und aßen außerdem ein Schnitzel.

Zurück nach Bangkok gings am 14. August, erneut eine 12-Stündige Fahrt in einem liebreizendem Nachtbus mit einem noch liebreizenderen Busfahrer, der gefühlt um sein (und unser) Leben raste.

Der Tag war aber nicht nur deshalb aufregend, sondern es gab auch noch was Wichtiges zu zelebrieren. Unsere Reise wurde 1 Monat alt.
Wir können kaum glauben, dass wir jetzt schon 4 Wochen lang non-stop am „traveln und jetten“ sind. This is fucking amazing.

Der Plan war dieser: Eine Nacht in Bangkok und dann ab nach Australien.
Aber leeeeeider sollte unser Plan wieder einmal nicht ganz aufgehen.

Wir trennten uns.

Doch natürlich nur gezwungenermaßen, da Anna für 2 Nächte ins Krankenhaus einziehen musste.
War nämlich doch keine Grippe, sondern das heimische und nicht ganz ungefährliche Denguefieber.
Während das Krankenhausbett noch ganz annehmbar war, waren die Betten im Hostel alles andere als irgendwie komfortabel. Komplett durchgelegen und steinhart. Wirklich STEINhart.

Da das blöde Denguefieber nicht nur Anna ihr gesundes Blut kostete, sondern uns auch den Flug nach Australien, hatten wir eine Woche länger Zeit, Bangkok in all seinen Facetten kennenzulernen.
Doch bevor wir dazu bereit waren, musste ein Anti-Thai-Tag her. Die ewigen „Rice, Noodle und Chicken“-Gerichte gingen uns langsam gewaltig auf die Nerven. Da halfen auch keine Kekse mehr.
Dieser Tag wurde zu einem glorreichen und nahezu heiligen Tag für uns, den wir erst mit einem deutschen Frühstück zelebrierten und mit Pizza und Burger feierlich ausklingen ließen.

The fucking Rice war allerdings nicht das einzige was uns unsere fucking Nerven kostete. Jedes Mal, wenn man die fucking Streets entlang läuft, kommt ein fucking Tuk Tuk Fahrer und will uns zu ner Fucking Ping Pong Show bringen. Fuck. „Pussy, Pussy, Cheap Cheap, Ping Pong“, ist alles was aus ihren Fucking Mündern kommt.

Wir wissen nicht, ob ihr's bemerkt habt, aber wir sind ein ganz klein wenig abgefuckt davon.

Ansonsten gefällt uns Bangkok äußerst gut.

Wir kamen in den Genuss, zwei seiner geschätzten und durchaus in ihrer prachtvollen Schönheit sehr beeindruckenden, von oben bis unten mit Mosaiksteinmustern verzierten, heiligen Tempelanlagen zu besichtigen.
Die zwei besagten Sehenswürdigkeiten nennen sich: „Grand Palace“ und „Wat Poh“ (Ja, wie der Po, nur mit h)

 

Man will es nicht meinen, aber der Tag der Tage war gekommen: Off to Australia!

Doch schon bei der Sicherheitskontrolle merkten wir, dass der Flug unter keinem guten Omen stand.
Johnnys Rucksack musste circa 5 mal durchsucht werden und jedes Mal fand man eine neue Sonnencremetube, ein Deo oder auch eine Bodylotion. Johnnys Handgepäck zählte danach nur noch geschätzte 300 Gramm.

Nachdem der Flug von Bangkok nach Kuala Lumpur reibungslos ablief, verbrachten wir unsere Wartezeit mit leckerer italienischer Pasta in einem Restaurant.
Dass Malaysia aber allerdings eine Stunde in der Zeit vor Thailand ist, hatten wir verdrängt.

Und so kam es, dass wir zum Ende der Boarding Time erst gemütlich unser Essen bezahlten, und dann nach einem Blick auf die Flugzeitentafel wenige Momente später panikartig loshechteten, da sie unser Abfluggate als schon geschlossen anzeigte. Wie dumm, und der Weg zum Gate war wirklich nicht kurz, wir legten einen Dauersprint von 10 Minuten hin.
Japsend und keuchend erreichten wir das Gate als allerletzte Passagiere und hatten Glück, dass das Flugpersonal die Türen noch einmal für uns öffnete. Danke, AirAsia!

In Brisbane angekommen, verstehen wir eure Sommerdepression nur zu gut. Denn auch hier ist es kalt und regnerisch, mit Höchsttemperaturen von eisigen 22 Grad Celsius.
Nur mit dem kleinen Unterschied, dass hier Winter ist, und bei euch Sommer. Ätschi.

Unsere einzige nächste Aufgabe ist jetzt, schnellstmöglich irgendeinen Job zu finden. Denn Thailand war teurer als gedacht und Australien ist schier unbezahlbar.
Es könnte also sein, dass ihr uns in 2 Wochen wiederhabt.


**Spenden heißen wir allerdings auch sehr willkommen. Falls Interesse besteht, meldet euch bei uns persönlich, und wir schicken euch die Bankverbindung zu. Danke im Voraus.**

 

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